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Alles was man beim
Tourenbiken beachten sollte von AUSRÜSTUNG
Ob Fully oder Hardtail muss jeder selbst entscheiden. Ich bin ganz klarer Fully Fan. Da ich kein Profi und nie im Rennen bin nehme ich das etwas höhere Gewicht für den enormen Fahrkomfort gerne in kauf. Auch bei den Alpenüberquerungen war es nie ein Nachteil. Man sollte ein Bike haben auf dem man sich wohlfühlt, dass zuverlässig , sicher und vor einer Tour getestet ist. Das heißt man sollte NIE irgendwelche Bauteile neu einbauen, oder das Fahrrad selbst erst kurz vor einer Tour anschaffen. Hat sich gut bewährt und sieht gut aus: BMW Fully
BREMSEN Ich bin die erste Tour mit normalen
Felgenbremsen, die Zweite mit V-Breakes und die Dritte mit Scheibenbremsen
gefahren und muss ganz klar sagen : Scheibenbremsen sind für mich die
Optimalsten. Mein Grund auf Scheibenbremsen umzusteigen war nicht unbedingt weil
sie bei Regen, Schnee und Schmutz immer gleich gut funktionieren. Eher schon, dass ich
nun auch längere Downhills bequem, ohne Krämpfe in den Händen, nur mit zwei
Fingern an der Bremse, bei voller Bremswirkung fahren kann. Der Hauptgrund war aber dass meine
Hauptpannenursache ganz weggefallen ist: Ein durchgebrannter Schlauch wegen zu
heißen Felgen. GELD Man kann grundsätzlich überall auf dem Weg mit DM bezahlen. Es hat auch in jedem Dorf mittlerweile die Möglichkeit mit EC Karte Geld aus den Automaten zu ziehen. In meisten Hotels und Gaststätten werden alle gängigen Kreditkarten akzeptiert. Deshalb nicht zu viel Bargeld mitnehmen. Mit dem Euro ist das dann endlich auch kein Thema mehr. HANDYAuf alle Fälle eins mitnehmen.
Wenn man es tagsüber aus lässt kommt man auch ohne Ladegerät aus.
Die Notfallnummern der Länder habe ich mir immer eingespeichert. KLINGEL Ich finde es nicht nett die Wanderer durch brüllen, oder durch eine Vollbremsung zum Herzkasper zu treiben. Es wird allgemein sehr positiv aufgenommen, wenn man die Leute rechtzeitig durch klingeln auf sich aufmerksam macht. NAVIGATION Wer Landkarten richtig lesen kann und
einen normalen Orientierungssinn besitzt für den dürfte die Navigation kein
Problem sein. Ich habe mir den Weg aus den Karten mittels Farbkopierer herauskopiert durchnummeriert und markiert.
Auf der Rückseite wurden dann noch die die markanten Punkte, Orte und Ziele
notiert. So brauchte ich nicht alle Karten mitschleppen und das Gepäck wurde kontinuierlich
Blatt für Blatt leichter! Was dazu noch hilfreich ist, ist ein kleiner Kompass
z.B. in der Uhr. SCHLOSS Einer in der Gruppe sollte ein leichtes Kabelschloss dabei haben. Man kann die Bikes zwar in den Hütten und Hotels meist in den Skikellern abstellen aber unterwegs in den Städten und Dörfern wenn man was essen geht hat man die Räder doch nicht immer im Blick. TRINKEN klar, so viel wie möglich. Wir haben das Wasser immer mit Multivitamin/Calcium Tabletten versetzt. Ich bin vom Camelbag wieder auf zwei ALU-Trinkflaschen am Rad umgestiegen weil man auf dem Rücken einfach jedes Gramm zu viel spürt. Hinzu kommt noch, das Aluminiumflaschen das Wasser länger kühl und frisch halten, auf dem Rücken wird es doch schnell warm, und man kann es in den Flaschen besser dosieren, da man nie weiß, wieviel im Camelbag noch drin ist. Auch ist der Geschmack aus Aluminiumflaschen bedeutend besser als aus Plastik. ÜBERNACHTUNG Wenn man auf den Berghütten übernachtet sollte man diese zwingend im Voraus buchen. Egal wo wir hinkamen die Hütten waren meistens voll. Wenn man in den Tälern übernachtet also immer abfährt für ein Hotel, ist das keine Notwendigkeit, dort findet man eigentlich immer was. VERPFLEGUNG Ich hatte selten so einen tierischen Hunger und konnte demzufolge auch selten mit so viel Genuss essen wie während einer Tour. Der größte Fehler ist aber, auch wenn die Versuchung groß ist, sich den Bauch total voll zu hauen. Abends weil man dann schlecht schläft und Mittags weil man dann keine Lust mehr hat weiter zu fahren. Da man unterwegs immer auf bewirtete Hütten und Gasthäuser trifft sind wir mit einem bis zwei Müsliriegel pro Tag ausgekommen. Mittags dann in der Hauptsache Nudeln und abends immer ein abwechslungsreiches Menü mit mehreren Gängen und einem Tropfen guten Wein. WETTER Das WICHTIGSTE !!! für das Gelingen einer
Tour ist das Wetter. Egal wie schwer die Etappe sein mag, wie viel man schieben
oder tragen muss, wenn die Sonne scheint ist es meist kein Problem. Aber wehe
man verflucht gerade die Schiebepassage und es regnet oder schneit noch dabei,
dann verliert man schnell die Lust. Deshalb für den Start die Großwetterlage
berücksichtigen und ein paar Puffertage einplanen. Es ist zwar schwer am
Startpunkt rumzuhängen und auf besseres Wetter zu warten aber das
Mehr an Spaß
ist es auf alle Fälle wert. Im Juni besteht wegen der starken
Sonneneinstrahlung das höchste Gewitterrisiko in den Alpen. Die beste
Zeit ist von Juli bis Mitte September. |